2008
Freundeskreis Jüdisches Leben Waldshut-Tiengen e.V.
Jüdisches Leben in Waldshut-Tiengen
Unsere Geschichte
Im Gedenken an die Pogromnacht 1938, finden seit 1988 vor der Synagoge jährlich am
9. November Mahnwachen statt, unter den Teilnehmern: Magdalena Bucher und Martina
Bucher-Nezirovic.
Magdalena Bucher und Ihrer Tochter Martina Bucher-Nezirovic gründen den
Freundeskreis jüdisches Leben in Tiengen, als kleine, aber sehr effektive Gruppierung,
infor-mell unter dem Dach der Bürgerzunft 1503 e.V. Dessen Ziel ist, die Geschichte der
Juden in Waldshut-Tiengen weiter zu erforschen und eine nachhaltige Erinnerungskultur
zu etablieren. Die Menschen, die von den Nationalsozialisten zu Nummern degradiert,
vertrieben und ermordet wurden, sollen wieder ins Gedächtnis der Stadt zurückgeholt
und ihre Namen dem Vergessen entrissen werden.
Ab 2005 Der FJL organisiert jährlich Gedenkfeiern am 22. Oktober (Gurs) und 9. Novem-
ber (Pogromnacht).
Ab 2005 bietet der FJL Führungen durch das „Jüdische Tiengen“ an. Diese werden
zunächst von Franz Söffge und Manfred Emmerich durchgeführt, ab 2017 von Monika
Geng und Gebhard Kaiser.
Anlässlich der 1150-Jahrfeier Tiengens wird auf Initiative des Freundeskreises Jüdisches
Leben in Tiengen, mit Unterstützung der Stadt Waldshut-Tiengen, der Bürgerzunft 1503
Tiengen e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg das
"Jüdische Zimmer" mit der Dauerausstellung „5 Jahrhunderte Jüdisches Leben in
Tiengen“ eröffnet.
Ab 2008 organisiert der FJL Zeitzeugenvorträge für Schulen mit Kurt Maier und Paul
Niedermann.
2008, 2012, 2018, 2023: Veranstaltung von Kulturwochen in Kooperation mit dem Kultu-
ramt der Stadt und weiteren kulturellen Institutionen
Erste Stolpersteinverlegung in Waldshut-Tiengen
2012 Auf Initiative des FJL errichten Schüler des Klettgaugymnasiums ein Gurs-
Mahnmals in der Schwarzenbergstraße. Ein Duplikat davon wird auf dem großen Gurs-
Mahnmal in Neckarzimmern aufgestellt.
Auf Initiative des FJL errichten Schüler des Technischen Gymnasiums Waldshut ein
Gurs-Mahnmals im Park vor der evangelischen Kirche in Waldshut und ein Duplikat in
Neckarzimmern.
2017 Der FJL wird formell eine Gliederung der Bürgerzunft Tiengen.
2017 Auf Initiative des FJL wird das jährliche Gedenken an die Pogromnacht am 9.
Novem-ber institutionalisiert. Veranstalter ist die Stadt Waldshut-Tiengen, die Gestaltung
übernehmen die Evangelischen und katholischen Gemeinden von Tiengen. Der FJL
übernimmt eine unterstützende Funktion. Das Gurs-Gedenken wird weiterhin vom FJL
organisiert.
Veröffentlichung der FJL-Homepage
Der FJL wird als eingetragener gemeinnütziger Verein anerkannt.
Umsetzung des Projekts: „Dem jüdischen Friedhof Tiengen ein Gesicht zurückge-ben“.
Auf dem Friedhof werden in einem Kooperationsprojekt mit der Stadt und der Ge-
werbeschule 20 grabsteinförmige stählerne Stelen aufgestellt. An der feierlichen
Übergabe am 09.11.2025 nehmen über 200 Personen teil.
Ende 2025 hat der FJL über 30 Mitglieder. Darunter sind auch Passivmitglieder aus
Basel, Freiburg, Mannheim und Amsterdam.
1988
2005
2012
2017
2021
2025
2005 Gründung des Freundeskreises
2012 Erste Stolpersteinverlegung
2008, 2012, 2018, 2023
Veranstaltung von Kulturwochen
Alle Bilder: FJL